Technologie

Digital Transformation

Wege in die „Digital Business Transformation“?

Überblick

  • Umsetzung von Digital Strategien
  • Disruptive Innovation und Digitale Transformation
  • Megatrends für Digitale Geschäftsmodelle
  • Organisations – Entwicklung
  • Innovation@work – New work
  • Industrial Internet

Schlagworte:
Digitalisierung, Disruption, Geschäftsmodell, Innovation, Industrial Internet, Organisation, Transformation.

Umsetzung von Digital Strategien

Total Digital – Die Welt zwischen 0 und 1  –  Being Digital (Nicholas Negroponte, 1995)

Mit dem Bestseller „Being Digital“ stellt 1995 für uns (Nicholas Negroponte) deutlich und überzeugend vor, wie der Sprung in die Informationsgesellschaft konkret aussieht – „die folgenreichste technologische Revolution seit der Erfindung des Buchdrucks.“

Das meiste der „Total Digital“ Prognosen sind in der Gesellschaft nach 20 Jahren Realität, in vielen etablierten Unternehmen hat sich an den Geschäftsmodellen wenig verändert, mit dem Industrial Internet entstehen neue innovative Geschäftsmodelle. Der erste Versuch der digitalen Revolution mit Computer Integrated Manufacturing (CIM), hat die hochgesteckten Ziele nicht erreicht. CIM hat jedoch die Digitalisierung in Unternehmen etabliert und die Globale Transformation der Unternehmen ist damit gelungen.

Wann und warum transformatieren Unternehmen:

Überprüfung der Geschäftsstrategie + Unternehmens-Infrastruktur

– Digitalisierung schafft neue Innovationen (new Opportunities emerge)

– Innovationen werden zum Projekt (Opportunity identification – Selection and Priorities)

– Projekte sind Disruptive Innovationen (reassessments)

– Disruptive Innovationen erfordern eine digitale Anwendung- Landkarte  (IoT application roadmap – enterprise portfolio optimisation)

digitale Geschäftsmodelle = Transformation der Unternehmens Organisation

 

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Disruptive Innovation und digitale Transformation

„Disruptiv“ und „Innovation“: Die beiden Begriffe werden oft im gleichen Atemzug genannt und oft missverstanden (Clayton Christensen, Interview beim Global Drucker Forum in Wien 2016 und Erfinder der Theorie der disruptiven Innovation).

„Disruption beschreibt einen Prozess, bei dem ein kleines Unternehmen oft mit geringen Ressourcen ein erfolgreiches etabliertes Geschäft herausfordert. Denn in der Regel fokussieren sich etablierte Firmen auf die Verbesserungen ihrer Produkte und Dienstleistungen für ihre besten und lukrativsten Kunden und vernachlässigen dabei andere Kundensegmente. Genau dort beginnen dann die disruptiven Unternehmen. Sie bieten einfachere Produkte meist zu einem geringeren Preis an. Weil sich die etablierten Firmen vorrangig mit der besseren Profitabilität in den lukrativen Segmenten beschäftigen, beachten sie das oft nicht. Die disruptiven Unternehmen arbeiten an neuen Produkten und liefern das, was der Großteil der Kunden möchte. Die nehmen die neuen Angebote zunehmend an und damit passiert Disruption. Es gibt aber auch disruptive Firmen, die neue Märkte schaffen, die bisher nicht existiert haben.

Man muss drei Arten von Innovation unterscheiden.

1. Die Effizienz-Innovation.

Man verbessert zum Beispiel die Produktion oder den Vertrieb und erreicht damit mehr mit weniger Aufwand.

2. Die erhaltende oder auch inkrementelle Innovation.

Man hat ein gutes Produkt und macht es noch besser. Man produziert zum Beispiel ein besseres Auto. Das Problem ist, dass man damit nur das alte Produkt durch ein neues Produkt ersetzt. Das bringt aber kein Wachstum.

3. Die disruptive Innovation.

Sie transformiert ein Produkt, das bisher sehr kompliziert und teuer war und macht es einfacher und billiger, so dass es sich mehr und neue Kunden leisten können. Nur diese Form von Innovation führt zu echtem Wachstum.

Grundlage für die digitale Transformation liefert das 5 Forces Modell von M. Porter:

Mit der 5 Forces Methode werden Innovations-Strategien analysiert und führen zu Unternehmensstrategien.

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Wettbewerb in der Branche: Fakt ist das 90% aller Unternehmen nicht länger als 100 Jahre existieren – das führt zu Rivalität unter den Unternehmen bis hin zum Rückzug! Am einfachsten ist es den großen, unflexiblen und uninnovativen Unternehmen Kunden abzuwerben!

Substitutions – Produkte: Ein weiterer Fakt ist, dass von 10 Start Ups nicht mehr als 2 Unternehmen die ersten 5 Jahre überleben. Bei Partnerschaft oder Beteiligung muß dieses Risiko insbesondere bei langfristig ausgerichteten Firmen bewertet werden.

Potenziell neue Konkurrenten: 80% der existierenden Unternehmen werben durch Ausweitung ihrer Angebote um Bestands- Kunden ihrer Wettbewerber – was nach Porter die Bedrohung durch neue Unternehmen sind. Die Kunden bestimmen wie schnell diese Unternehmen transformieren müssen:

Kunden: Wachstum im Luxussegment nur durch Differenzierung, was zu hohen Umsätzen und Profiten führt.

Wachstum in Emerging Markets nehmen die Durchschnittsverdiener zu, in den Industrieländern nehmen Sie ab. Das bestimmt Verhandlungsmacht der Kunden und Kundenkanäle (Channel) in diese Märkte:

Wachstum mit Kunden, mit geringem Budget. Diese Kunden werden durch Optimierung der Wertschöpfungskette und Wettbewerbsvorteile bei Produkten und Dienstleistungen erreicht. Bevölkerungswachstum entsteht ausschließlich in Entwicklungsländern, in diesem Kundensegment ist Profit nur mit Skalierung erzielbar.

Lieferanten: Die digitalen Kanäle beherrschen die Unternehmen und haben einen signifikanten Einfluß auf die Geschäftsstrategie. („Data is the new Oil“).

Mit dieser abstrakten Analyse ist die Zielgruppe der Unternehmen die ihr Wachstum ausschließlich in neuen Kundensegmenten und Märkten erschließen müssen und für die eine Transformation auf digitale Geschäftsmodelle notwendig ist, bestimmt. Wer mit der abstrakten Analyse zu keinem Ergebnis kommt, bzw. mit der abstrakten Kundenanalyse zu dem Ergebnis Transformation kommt, aber nicht weiß wie er die Transformation durchführt, kann mit Methoden der Organisationsentwicklung Ansätze und Lösungen finden.

Megatrends für digitale Geschäftsmodelle

Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young (EY) hat „Die 6 Megatrends der Zukunft“ (CIO – Olaf Riedel geladen am 15. September 2016), die Gesellschaft, Politik und Wirtschaft in der Zukunft beeinflussen werden im Rahmen einer Studie identifiziert, die zu verschiedenen globalen Entwicklungen zu Umbrüchen und einer Verlagerung der wirtschaftlichen Ordnung und Unternehmen zum Umdenken führen.

„Trend 1: Die digitale Zukunft ist da“
„Trend 2: Entrepreneure treiben des Wirtschaftswachstum“
„Trend 3: Die Weltwirtschaft orientiert sich ostwärts“
„Trend 4: Urbanisierung schreitet schnell voran“
„Trend 5: Ressourcenmangel wird der neue Spannungszünder“
„Trend 6: Digitalisierung macht sich im Gesundheitssystem bemerkbar“

Fazit: Unternehmen müssen handeln und ihr Geschäftsmodell auf diese Megatrends überprüfen.
Diese Trends werden zukünftig die Welt noch stärker bewegen, als sie es zum Teil jetzt schon tun. Sie werden nicht nur das Private, sondern auch immer stärker die Wirtschaft durchdringen. Nur, wenn Unternehmen sich schnell darauf einstellen und die für sie damit verbundenen Risiken identifizieren, können sie diese Herausforderungen erfolgreich meistern.“

Prüfung des Geschäftsmodells:

Mit dem Business Model Navigator hat die Universität St. Gallen, Institute of Technology Management im BMI.lab (Growth by Innovation) , the Magic Triangle, eine Methode für innovative Business Modelle definiert. Wichtige Erkenntnis ist – dass Megatrends und daraus entstehende Risiken Frühwarnsignale für die Veränderung des existierenden Geschäftsmodell sind.

Das Magic Triangle ist der erste Schritt zur Initiierung und zur Überprüfung bestehender Geschäftsmodelle und Strategien.

Anstatt Value? oder Value Management kann die Frage nach dem Warum stellen! Die Fragen What – was liefern wir Kunden, Who – wer ist Zielkunde, How – Wie wird das Lösungsangebot (Portfolio) erstellt und Why – Wird Umsatz und Profit generiert, sind generell verständlich.

Zweiter Schritt: Wirtschaftliche Trends liefern innovative Ideen für digitale Geschäftsmodelle.

Entscheidend für die Analyse des Geschäftsmodells ist die Frage nach den Zielkunden und ob dieser mit dem bestehenden Geschäftsmodell erreicht wird.

Dritter Schritt: Integration der Digital Strategien und digitalen Geschäftsmodellen in das bestehende unternehmensweite Geschäftsmodell.

Wachstumsperspektiven basieren meist auf bestehenden Geschäftsmodellen. Sind die Ziele mit dem unternehmensweiten Geschäftsmodell nicht mehr erreichbar muss ein neues digitales Geschäftsmodell das gesamte Ökosystem, einschließlich der Lieferanten und Kunden transformieren. Dies kann nur systemisch durch eine Veränderung der gesamten Organisation und der Geschäftsprozesse erfolgen.

Entsteht der Großteil des U-Wachstum aus digitaler Geschäftsmodellen, müssen Unternehmen ihre Organisation transformieren.

 

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