Organisation

Humane Nutzung der Informations-technologien

Die Künstliche Intelligenz (KI) fordert neue Geschäftsmodelle, wie kann sich eine Organisation auf die digitale Transformation (Umbruch bzw. disruptiven Wandel) einstellen.

Mit der Digitalisierung ist weltweit IT in alle Bereiche des Lebens eingedrungen, Organisationen (wie Firmen, Banken, Organisationen, Bildungseinrichtungen, Vereine und Verwaltungen) sammeln Daten, liefern Zugang (über Internet Plattformen) und verbinden Menschen (mit Telekommunikation). Der Zugang zu Informationen ist mit IT Geräten (PC, Smartphone, Pads) zu geringen Kosten möglich und ermöglicht eine weltweite Nutzung.

Seit 2000 sind wir im Informationszeitalter (digitale Welt) angekommen,  Digital Natives (nach 2000 geborene) können sich ein Leben ohne Digitale Geräte nicht mehr vorstellen, ältere Menschen (vor 2000 geborene) müssen sich mit den digitalen Technologien anfreunden – oder sie werden zunehmend vom gesellschaftlichen Leben ausgegrenzt.

Zunehmend sind alle IT Nutzer sind mit den komplexen Möglichkeiten der neuen Technologien (Künstliche Intelligenz) überfordert was zu Kontrollverlust der Daten und Angst bei Anforderungen bei IT Anwendungen (z.B. Rationalisierung und Arbeitsplatzverlust) insbesondere der Künstlichen Intelligenz führt.

Organisationen sind nach dem skalierbar- und effizienz- Taylor Modell entstanden.

Effizienz definiert sich durch Standardisierung der Arbeitsschritte die spezialisiert und beherrschbar sind (Taylorismus), Skalierbarkeit definiert sich durch die Integration aller Arbeitsschritte und Optimierung der Nahtstellen von Arbeitsplatz zu Arbeitsplatz.

Falls dies die zukünftigen Arbeitsinhalte sind, können Maschinen (Robots, Machine Learning) dies besser, billiger, verlässlicher und schneller.

Dies stellt die fundamentale Frage, welche Tätigkeiten von Maschinen nicht übernommen werden können. Arbeiten die Neugier, Kreativität, Imagination und Empathie erfordern sind noch nicht auf intelligente IT-Systeme übertragbar. Damit kann Humanität am Arbeitsplatz wieder entstehen, KI-Technologien helfen die Tätigkeiten zu identifizieren wo der Mensch gebraucht wird.

 

Dies erfordert eine digitale Transformation in allen Lebensbereichen der Gesellschaft.

 

Neugier, Kreativität Imagination und Empathie sind dem Menschen angeboren und waren in der vorindustriellen Zeit überlebensnotwendig. Durch die Industrialisierung wurde das Bildungssystem auf das Skalierbar- Effizienz- Modell ausgerichtet, d.h. das Wissen und die Arbeitsschritte wurden standardisiert und mit IT perfektioniert, und die menschlichen Kreativ-Fähigkeiten durch die Vorgaben (Lehrplan, Fabrik) ignoriert. Die Organisationen haben die Fähigkeiten, die Produkte und die Leistungen vorgegeben, die der Mensch akzeptiert hat – also der Mensch zur Maschine mutierte, wie Charly Chaplin in dem Film Moderne Zeiten parodiert hat.

Diese industrielle Evolution hat sich nicht zufällig ergeben, sie hat mit der Industrialisierung zu Produktivität und Wohlstand geführt und war bisher nur mit den Menschen umsetzbar, die Maschinen waren Hilfsmittel für komplizierte Probleme die dem Menschen die Standard-Arbeit erleichtert hat. Die neuen VUCA (Virtual, Uncertain, Complex, Agile) -Probleme sind nur mit Kreativität und Innovation in Organisationen lösbar. Darum ist die digitale Transformation in Organisationen komplex, langwierig, kostenintensiv und lernintensiv, weil sie das gesamte Gesellschaftssystem (Bildung, Politik, Executive, Legislative, Judikative) und die Wirtschafts-Ethik verändern muss.

Diese Koexistenz hat ein resistentes Veränderungs-Immunsystem für Komplexität in den Organisationen gebildet, was die Einführung von intelligenten „KI“ Technologien als Antikörper (Change Resistance) behindert. Auch Personalführung und Entwicklung und die Unternehmensleitung war dem Diktat der „Effizienzsteigerung und Produktivität untergeordnet. Organisationen haben nach der Globalisierung und Verlagerung der Arbeitsplätze in der Produktivitäts- Erfahrungskurve den Zenith überschritten wo menschliche Leistung mit Maschinen Produktivitätssteigerungen liefern. Die Produktivität stagniert seit der post industriellen Informationsgesellschaft und die Gewinne schwinden mit zunehmendem internationalem Wettbewerb. Auch die Massen-Produkte und Leistungen entsprechen immer weniger den individuellen Ansprüchen der Konsumenten.

Nur Innovationen versprechen einen wachsenden Marktanteil und Profite – nur wird Innovation in Institutionen auf Produkt-, Prozess-, Service- und Geschäftsmodel- Innovation eingeschränkt und bedient weniger als die Hälfte der globalen Bedürfnisse der Menschen. Deshalb müssen die kreativen Fähigkeiten reaktiviert werden und am Arbeitsplatz eingesetzt werden (Life Long Learning unter Einsatz von KI Hilfsmitteln).

Was muß sich verändern? Lessons learned aus dem Silicon Valley.

  • IT Plattformen und Ecosysteme: Statische Performanz Systeme (Kostenoptimiert) werden durch dynamische lernende Systeme (Kapazitäten und Beschleunigung) ersetzt. Hier werden agile Projekte und Teams gebildet.

Aggregation- und Soziale Systeme- Plattformen werden mit Mobilisierung- und Lern- plattformen erweitert.

  • Strategie: Reaktive Top Down / Bottom Up (ROI) wird durch agile Zoom Out / Zoom In (Vision/ Opportunities) Strategie ersetzt. Der kurzfristige Shareholder Value Ansatz migriert zum nachhaltigen Stakeholder Value Ansatz.

Mit Zoom Out wird die Ausrichtung (10 .. 20 Jahre/Ecosystem – Creation Space) mit Zoom In die Umsetzung (6..12 Monate, Diversity Network Teams – Workcells) optimiert.

  • Feste Arbeitsverhältnisse (Payroll) werden Zeitarbeitsverträge (Gig economy).

Arbeiten in agilen Netzwerk-Teams mit  “learn quick, fail fast“ -Kultur (Exponential technologies augment exponential learning environments, diminishing performance changes to value creation).

Welche Kompetenzen werden für die digitale Transformation (im Cyber Valley) benötigt?

  • Manufaktur anstatt Massenfertigung – Individuelle, kreative Produkte und Services
  • Coaches anstatt Manager – Talententwicklung, Work Life Balance, Empowerment
  • Composer anstatt Controller – Motivation, Innovation und Kundenorientierung

Leadership scheitert, wenn die digitale Transformation nur technologisch implementiert wird, und den Menschen mit altem Wissen (skalierbarer Effizienz) weiterentwickeln

Gründe für Scheitern:

  1. Skalierbare Effizienz ist Null Fehler Toleranz – Ziel ist Zuverlässigkeit und Verlässlichkeit und Führung durch Vorgaben.
  2. Training wird irrelevant (keine Lernzentren). On the Job (Action Oriented) Learning ist viele Fehler schnell machen, Improvisation, neue Erkenntnisse und Erfahrungen sammeln, keine Vorgaben, sondern Führen durch Coaching.

beides ist diametral und in bestehende Institution oder Führungskulturen nicht umsetzbar.

Technologische Voraussetzungen für die digitale Transformation:

  1. Digital Twins: Alle Prozesse sind digital, alle Produkte sind digitalisiert, alle Services sind online.
  2. Knowledge: alle Daten verfügbar
  3. Sicherheit: Datenschutz ist in Systemen implementiert

Wo diese 3 Voraussetzungen in der Institution vorhanden sind kann die Digitale Transformation mit den Menschen gestartet werden. Der neue Arbeitsplatz der Digitalen Fabrik kann nicht in den bestehenden Arbeitsprozess zurückimplantiert werden, sondern ersetzt die bestehenden Arbeitsplätze mit neuen Technologien und neuen Arbeitsformen, also keine Evolution, sondern Revolution. Dies ist weder im Management Team noch in den Institutionen eine einfache Aufgabe und benötigt eine hohe Toleranz und Ethik, andere Incentives und viel Unterstützung der Menschen.

Die Ergebnisse einer digitalen Transformation sind überzeugend, Quantensprünge in Produktivität machbar, Innovations-Geschwindigkeit erreichbar und Wettbewerbsvorteile sichtbar.

 

Bewährte Ansätze (aus dem Silicon Valley) für ein digitales Unternehmen (im Cyber Valley)!

  • Leadership Übung: Moonshot Thinking (billion opportunities):

Stelle die richtigen Fragen! anstatt Die Richtigen Antworten geben

  • Brenne für deine Ideen! (keine Umsetzung der Vorgaben!)

Probleme aus anderen Blickwinkeln betrachten! anstatt Prozesse optimieren

  • Kein, so haben wir es immer gemacht (Rollen und Verantwortlichkeiten verändern!)

Kapital kommt zu den Lösungen! Kein Controlling (Planung und Budgeting).

  • Nicht zu lange auf den Erfolg warten (Think Big – act small! )

Focus on long term! Nicht “low hanging fruits” ernten oder “quick wins” suchen.

  • Keine Standards (There is no one size fits all!)

Experimentieren anstatt auf bewährte Technologien warten (Technologie ist nur ein Werkzeug)

  • Kritik akzeptieren (Use profound and disruptive input)

Change Recruitment – Human potential vs. Robots (Human Capital is a toxic asset, use robots where needed).

 

Mit diesen Fragen werden viele digitale Opportunities und Chancen gefördert und nicht die Risiken und Kosten analysiert.

Falls der humane Einsatz der IT ein Leadership Ziel ist – helfen wir gerne!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.