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Warum scheitern Unternehmen bei der Digitalen Transformation?

Digital Transformation, survival in a fast-changing economy!

Wie kann man als Unternehmen die Digitale Transformation überleben?

Problem:

Digitale Transformation verändert Innovation, Kultur und Gesellschaft!

Digitalisierung wird in Unternehmen ausschließlich technisch und ökonomisch betrachtet. Die gesellschaftlichen und kulturellen Veränderungen werden ignoriert und führen in die Change-Management Krise. Innovationen, wie digitale Technologien sind etabliert, sie eröffnen neue Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung für Unternehmen. Wird die physikalische Wertschöpfungskette nicht komplett digital abgebildet (digital twins), ist nur ein geringer ökonomischer Mehrwert in den Produktionssystemen realisierbar. Kulturell sind Unternehmen in globalen Wertschöpfungsketten (Supply Chains) organisiert, Sie unterliegen nationalen Arbeitsgesetzen, Handelsgesetzen und Steuergesetzten, diese sind heterogen und nicht skalierbar.  Gesellschaftlich entwickeln sich die Länder der Erde unterschiedlich (Digitale Infrastruktur, Alterspyramide, Umwelt und Bildung), mit im Wettbewerb stehenden politischen Werten was zu sozialen Spannungen führt (Legislation is large companies best friend, Migration). Bisher hat der Mensch die Erde beherrscht (ökonomisches Prinzip), in Zukunft wird die Erde die Menschen beherrschen (Ökologisches Prinzip).

Thesen: Die Digitale Transformation ist alternativlos

  • Innovation ist komplex aber liefert nachweisbare Lösungen mit digitalen Technologien (disruptiv).
  • Kultur ist kompliziert, aber die Unternehmens-Werte bilden den industriellen Ordnungsrahmen (leadership).
  • Gesellschaft ist im Wandel, mit Auswirkungen auf Menschen und Arbeitsformen (Gig economy, work 4.0, work life balance).

Vorsicht: Digitalisierung ist keine Digitale Transformation

Beide Begriffe werden synonym verwendet, aber unterscheiden sich strategisch.

Digitalisierung ist die Strategie bestehende Prozesse digital abzubilden. Das Geschäftsmodell ändert sich nicht.

Digitale Transformation ist die Strategie alle vorhandenen Prozesse in Frage zu stellen und effektiv (monetarisierbare Anwendungen) mit innovativen Technologien (Daten- Plattformen) als neues Geschäftsmodell (z.B. Lösungen Marktplatz) umzusetzen.

 

Mit Digitalisierung oder Digitaler Transformation kann ein Unternehmen profitabel wachsen und innovativ (disruptiv) arbeiten, Digitalisierung ist messbar und vergleichbar. Digitalisierung ist in Unternehmen etabliert und die Change-Management Anforderungen werden an das bestehende Geschäftsmodell angepasst. Mit Change-Management versteht man die inkrementelle Verbesserung bestehender Prozesse, kann innerhalb des Unternehmens eingesetzt werden und erfordert geringe Veränderung im Verhalten der Mitarbeiter.

Digitale Transformation ist eine radikale Vereinfachung aller Prozesse und erfordert neue kulturelle Werte bei Mitarbeitern und bestimmt die Zukunft des Unternehmens. Die Digitale Transformation integriert Partner (Ecosystems) auch aus anderen Geschäftssegmenten. Eine Transformation ist nicht vergleichbar oder messbar. Wenn Digitale Transformation mit dem etablierten Change-Management umgesetzt wird, entstehen hohe Kosten und fatale Schwierigkeiten in Akzeptanz und Produktivität bei den Mitarbeitern, weil sich Arbeitsinhalte fundamental verändern.

Man kann Change ohne Transformation, aber Transformation nicht ohne Change – Kulturell kann eine Organisation nicht transformieren, nur die Menschen und Menschen können den digitalen Wandel verhindern oder unterstützen.

 

Innovation – Digital Hype: Die zweite industrielle Revolution wird stärker!

Industrie 4.0               – CIM war der erste Hype (VW Halle 54 war ein Flop)

Artificial Intelligence  – Künstliche Neuronale Netze (Marvin Minsky hat es zum Flop erklärt)

Industrial Internet      – Service Oriented Architecture (Ernüchterung, fehlende Algorithmen,

Compute Power und digitalisierbare Business Modelle).

Mobility (Automotive):  – Automatisiertes Fahren wurde in D mit dem Herkules Projekt erprobt

und  von der Politik eingestellt.

Viele innovative Ideen haben sich durchgesetzt (e-Commerce), einige Ansätze waren auf verfügbaren Technologien noch nicht möglich (CIM), KI erfüllt die Erwartungen nur teilweise und für Anwendungen (autonomes Fahren) fehlt die notwendige Infrastruktur (5G-Netze).

Kultur – Die 5 Bausteine für die Digitale Transformation:

  1. Kundenbedarf (Shared customer insight)
  2. Optimierung und Automatisierung der internen Prozesse (Operational Backbone)
  3. Komponenten für die Digitale Plattform (Business-, Data-, Infrastructure components for rapid Innovation, enhancements and new offerings)
  4. Agilität und Verantwortlichkeit (Accountability Framework for Product and Service Releases – flexible organization, empower work teams, DevOps)
  5. Partner Eco-system (external development platform for end to end customer services)

Große Unternehmen haben die finanziellen Mittel und Cashflows, Talente und Ressourcen, Kunden und Daten, Prozesse und Infrastruktur. Startups haben nur Innovationen.

Gesellschaft – Innovation Change Mindset

Signale für die Digitale Transformation:

  1. Outside-In not Inside-Out:  Jeder Wandel (neue Ideen, neue Wettbewerber, Zukunfts-Trends) wird außerhalb des Unternehmens angestoßen.
  2. Experiences not Solutions: Alle Kunden (B2C, B2B ) bewerten die Kundenzufriedenheit mit Lösungen, Produkten, Dienstleistungen und Lieferungen.
  3. Pioniergeist… welche Visonen (Moonshots)  hat das Unternehmen (Space-X, Amazon, The Boring Company, flying cars, life-extension, 5G).
  4. Plattformen not Industries ..…… Industries sind asset-defined, e.g. “steel industry”, “automobile industry”. Sie produzieren ähnliche Produkte in vergleichbaren Strukturen.
  5. Experimental: (Learning > Knowing oder exploring > confirming) .. die Lern-S-Kurven werden kürzer, Probleme erfordern mehr Zeit und Aufwand, deshalb wird Lernen wichtiger als Wissen.
  6. Sind Teams dem Zweck ausgerichtet? … sind sie für die Herausforderungen, die Ungewissheit und der Komplexität gewachsen. Können Sie sich schnell an veränderte Rahmenbedingungen anpassen?
  7. Data-driven nicht handwerklich … und keine Zaubereien!  Als Finanz – Entrepreneur muss man bei Innovationen auf verfügbaren Daten aufbauen, sonst ist alles Betrug!
  8. -Together not Alone … Mit Partnern neue Ecosysteme aufbauen. Weil alles kompliziert ist, kann keine Organisation alle Probleme lösen, Co-Creation wird zur Notwendigkeit.

Existierende Kennzahlen (KPIs) sind maximal zu 25% mit Strategie, Prozessen, Organisation und Compliance abgeglichen. Für die erfolgreiche digitale Transformation wird Shareholder Value durch Kundenzufriedenheit ersetzt, also einer sinnhaften Arbeit für Kunden.

 

Fazit:

Digitale Transformation muss im Innovativen, im kulturellen und im Gesellschaftlichen Raum mit einem nachhaltigen Zukunftsbild gestaltet werden. Bevor Technologien zum Einsatz kommen ist das soziale und kulturelle Umfeld darauf auszurichten. Bevor in den Einsatz von digitalen Technologien in bestehenden Prozessen investiert wird, sollte zuerst der Einsatz von digitalen Technologien mit zukunftsfähigen Geschäftsmodellen in Betracht gezogen werden.

 

Überleben wird, wer sich schnell an komplexe Strukturen anpasst und die Voraussetzungen für Arbeitsplätze und Ausbildung der Menschen skalieren kann. System Thinking, Platform Opportunities und Start Up Mentality sind die kritischen Erfolgsfaktoren in der Digitalen Transformation.

 

Quantitative Betrachtung und Diskussion mit Praxisbeispielen

Mit der Digitalen Transformation stehen wir vor der zweiten industriellen Revolution.

Der Wandel wird immer durch technische Innovationen bestimmt. Das Maschinenzeitalter (die erste industrielle Revolution) führte zur Zunahme an Arbeitsplätzen im industriellen Umfeld und im gleichen Verhältnis zum Abbau von Arbeitsplätzen im Agrar-Bereich der mit weniger Arbeitskräften, zunehmend Maschinen und neue Düngemittel den landwirtschaftlichen Ertrag dem notwendigen Bedarf angepasst hat. Zuerst entstanden industrielle, arbeitsteilige Prozesse, die von freigesetzten Arbeitern der Landwirtschaft mit einfachen Einweisungen übernommen wurden. Danach folgte die gesellschaftliche Adaption durch Ausbildung von Facharbeitern und Keynsianischer Wirtschaftspolitik, die führten zu höheren Löhnen und höherer Produktivität. Mit der industriellen Veränderung wurden das Einkommen und der Konsum der Arbeiter angetrieben, was zu ökonomischem Wachstum geführt hat. Nach Daniel Ricardo ergab sich aus der ökonomischen Betrachtung Mehrarbeit und Wohlstand, die Gesellschaft hat sich an die industrielle Veränderung langsam angepasst.

Mit der Digitalen Transformation (die zweite Maschinenzeitalter Revolution) entsteht ein kultureller Umbruch im industriellen Arbeitsmarkt, was kein Nullsummenspiel von alten und neu entstehenden Arbeitsplätzen bewirkt. War die erste Revolution durch manuelle Arbeiten und vergleichbaren Strukturen wie in der Landwirtschaft  bestimmt, wird die zweite industrielle Revolution durch globale Geschäftsmodelle mit anspruchsvollere Kompetenzen bestimmt – die manuellen Arbeiten übernehmen Maschinen (Roboter) und IT-Systeme und die neuen Arbeitsplätze erfordern digitale Kompetenzen und kognitive Veränderungen bei den Menschen und das in immer kürzeren Zeiträumen. Viele bestehende Arbeitsplätze entfallen mit der Automation (Robotic Process Automation) und der Adaption an disruptive digitale Geschäftsmodelle.

 

Daniel Ricardo korrigierte seine posivistische volkswirtschaftliche Kompensationstheorie der ersten Industrialisierungswelle erst nach langer Überlegung in eine kritische Bewertung der zweiten Maschinen- Revolution mit der digitalen Transformation an, daß zwar auch neue Arbeitsplätze und mehr Wohlstand generiert wird, aber nur für die Hälfte der bestehenden Workforce (Hinweis: Oxford Studie),  für die andere Hälfte aber Verlust von Arbeit und soziale Ungleichheit produziert (die soziale Wohlstandsschere). Daraus entstehen Konflikte und Horrorszenarien in der Arbeitswelt, die zu Verwerfungen in der Gesellschaft, der Unternehmenskultur und den Arbeitsplätzen führen.

 

 

Makroökonomische Ansätze und Schwierigkeiten:

Weltweit wächst die Bevölkerung weitgehend konstant und damit der Markt und die Wirtschaft nur mit einstelligen Prozentwerten. Alle Menschen haben inzwischen Zugang zu digitalen Technologien wie Internet und Mobilfunk und Computern (PC, Smartphone, Software Apps). Die Industrieländer sind überproportional gewachsen, da sie in eine Infrastruktur investiert haben und Produkte für die Wachstumsregionen geliefert haben.

Das Bevölkerungswachstum in den industriellen Ländern (USA, Europa) stagniert, explosive Bevölkerungszunahme wird in Afrika, Asien (insbesondere Indien) und Südamerika erwartet – damit wandert der Wirtschaftskonsum in diese Länder (Emerging Markets). Steigt das Pro Kopf Einkommen in diesen Ländern, steigt der primäre Konsum (zuerst in Märkten wie Ernährung, Energie, Bekleidung, Bauwirtschaft und Gesundheit). Bei Überschüssen wächst, wie in industriellen Ländern der Luxusmarkt (wie Mobilität, Tourismus, Wellness).

Bei stagnierenden Gesellschaften, stagniert auch der primäre Konsumbedarf – Wachstum für industrielle Unternehmen ist ausschließlich in den Ländern mit Bevölkerungswachstum, den Emerging Markets möglich. Haben bisher die Industrieländer, Entwicklungsländern mit Gütern und Waren bedient, wächst mit Digitalisierung die Fähigkeit auch in den Ländern zu produzieren wo der Bedarf oder die Ressourcen sich befinden. Die Oxford Studie prognostiziert einen Wegfall von 59% der Arbeitsplätze in den Industrieländern. Sollten kurzfristig nur 25% der Arbeitsplätze wegfallen, weil der industrielle Aufbau in den Emerging Markets zu langsam fortschreitet, erzeugt das trotzdem einen signifikanten gesellschaftlichen Wandel in den Sozialsystemen der Industrieländer.

 

  • Volkswirtschaftlich ergibt sich nur ein geringer zunehmender Bedarf an Arbeitsleistung (ca. 3% Wachstum p.a.) der durch Automatisierung der Prozesse erreichbar ist. Mit Digitalisierung sind Quantensprünge in der Produktivität möglich mit Auswirkungen auf die Anzahl an Arbeitsplätzen und den Arbeitszeiten (Verdichtung der Arbeitsleistung und asymmetrische Lohnentwicklung).

 

  • Digitalisierung beinhaltet folgende Korrekturen:

Einsparung am Arbeitsplatz (Arbeitsprozesse) insgesamt 40%. Verlagerung von Arbeitsinhalten davon ca. 2% mit Produktivitätssteigerung (Robotik), 5% mit Kundenorientierung (Data Analytics), 3% mit Einsparungen im Einkauf, 30% mit Auslagerung der Arbeit (Supply Chain).

 

  • Arbeitsleistung wächst synchron mit Bevölkerungszunahme (5% Zunahme p.a. in den Emerging Markets), negativ wird Arbeitszeitleistung in Industrieländern beeinflusst durch Gesundheit (3%), Freizeit (5%), Mobilität (5%), Organisation, Verwaltung und Soziale Verbindlichkeiten (5%). Insgesamt verringert sich durch kulturelle Adaption an Digitale Geschäftsmodelle die Arbeitszeitleistung in Industrieländern um 20%.

 

  • Technisch werden Daten mit Machine Learning, Artificial Intelligence und Neuronale Netze in Anwendungen optimiert, IT-Systeme, Sensoren, Roboter liefern die Daten für die Digitalen Werkzeuge und ersetzen manuelle Tätigkeiten (autonomes Fahren, Additives Printing, AR/VR). Wie schnell sich die digitalen Produktivitäts-Zuwachs-Erwartungen erfüllen wird in der Mikroökonomischen Betrachtung analysiert.

 

Durch diese Faktoren sind theoretisch bis zu 75% höherer Produktivität durch Digitalisierung in Unternehmen erreichbar und damit ein Arbeitsplatzabbau von über 50%. Die erste industrielle Revolution hat 100 Jahre gedauert. Die zweite digitale Revolution wird deutlich weniger als 50 Jahre überstehen.

 

Mikroökonomisch Betrachtung – Was verändert sich mit Digitalisierung und wie schnell:

Gesellschaftliche Treiber sind Wachstumspotenziale, Kapital Verfügbarkeit, Handelsbeschränkungen sowie Innovationen, nicht zu vergessen die Klimaziele, die Verteidigung und die Steuertarife zur Regulierung des globalen Handels.

 

  • Nach einer Studie (Sopra Steria) erzielte in den letzten 5 Jahren nur jedes vierte europäische Unternehmen mit Digitalisierung mehr Umsatz, davon 20% durch neue Kundengruppen und 11% durch neue Märkte.
  • In 46% der Unternehmen werden bestehende Prozesse optimiert. 63% der Unternehmen sind im Aufbau digitaler Kompetenzen, davon 32% im Einsatz neuer Technologien, 46% Effizienzsteigerungen, 29% Kostenreduktion und neue Partner und 37 neue Service- Innovationen.

Nur 31% der analysierten Unternehmen haben ihr Geschäftsmodell digitalisiert, davon 44% mit agilen Methoden (Scrum, Kanban), 59% mit Integration Software und Daten. Als Schwierigkeiten bei der Transformation wurde das Fehlen von Transformation know how und mangelnde Flexibilität und Sicherheitsanforderungen als Hemmnis angegeben.

Bsp.: Bei Daimler wurde eine neue Organisation (Leadership 2020) in der bestehenden Organisation „Basisdemokratisch“ gebildet. Technologisch wurde zu langsam auf alternative Antriebe (Elektro) umgestellt und gesellschaftlich wurde der Feinstaub (NoX, CO2) reguliert was zu großen Verlusten führt.

  • Aktuell kämpft Daimler mit Absatzrückgängen im klassischen Geschäft
  • Hohen Investitionen in neue Technologien
  • Rückstellungen für Regulierungen
  • Veränderung des Geschäftsmodells hin zu Mobilitäts- Dienstleistungen
  • Wettbewerb und Handelsbeschränkungen
  • Arbeitsplatzverlagerungen in die Absatzmärkte

Ob Daimler die Transformation im Automobilbau für die nächsten 100 Jahre meistert wird kritisch betrachtet. Mit dem alten Wert „Pioniergeist“ soll diese Transformation gelingen. Ein Wechsel im Führungsteam wurde eingeleitet, neue Geschäftsmodelle (Mobility Services) sind Bestandteil der Strategie für die digitale Transformation. Transformiert geschätzt < 5% des Unternehmens, Transformation Dauer > 10 Jahre.

 

USA ist der Treiber der digitalen Transformation:

In USA wird hegemonistisch und technologisch die digitale Führung verteidigt. Kulturell werden agile Strukturen eingeführt und gesellschaftlich werden Handelsbarrieren aufgestellt um das Wachstum in den Emerging Markets zu behindern. Arbeitsplätze im digitalen Bereich werden massiv aufgebaut (Bsp. Facebook, Amazon, Netflix, Google) und der Niedriglohn im industriellen Umfeld flächendeckend eingeführt, was zum Verlust der Kaufkraft führt.

Die USA wird die digitale Vormachtstellung (Datenherrschafft) mit allen Mitteln verteidigen.

 

Bsp.: Jeff Immelt, ex CEO von GE wurde nach 5 Jahren digitaler Transformation entlassen. Seine Reflektion warum GE die Digitale Transformation nicht geschafft hat sind:

– Industrielle Produktivität hat nur minimal zugenommen:

– GE hat die Fähigkeiten in digitale Innovationen vernachlässigt.

– Keine genügende Anzahl an digitalen Experten

– Mit Digitalisierung muss Profit und Cost- Center Controlling aufgebaut werden.

– Fehlende Fähigkeiten die internen Erkenntnisse an Kunden weiterzugeben.

 

GE macht gesellschaftliche Einschränkungen, wie Handelsbarrieren, Handelszölle und Produktpiraterie für den Verlust an Arbeitsplätzen verantwortlich (bisher ca. 50.000).

Transformations- Dauer: Umbau zum Software Unternehmen nach 5 Jahren beendet, Konzentration auf Kerngeschäft.

 

China will mit Digitalisierung zur größten Wirtschaftsmacht werden.

China verfolgt gesellschaftspolitisch eine visionäre Strategie, China will in den digitalen Technologien marktführend, kulturell modernisiert und bereitet politisch neue Handelswege (Seidenstrasse) zum Absatz der Produktion vor. China treibt die Digitalisierung voran und versucht die Aufholjagd der ersten Maschinenrevolution zu überspringen. Mit der Familienbegrenzung wurde das nationale Markt-Wachstum limitiert und die gleichen Konsequenzen wie in USA und Europa (Alterspyramide, Lohnentwicklung, Arbeitsplatzabbau) sind zeitlich verzögert absehbar.

 

Bsp.: China investiert massiv in digital Technologien. Konzerne wir Alibaba, Baidu, Tencent wachsen deutlich schneller als Alphabet (Google), Apple, Amazon. In Elektrofahrzeugen übertrifft China die Produktion von Tesla und europ. Herstellern, Mobilitätsplattformen (Bsp. Didi) haben mehr registrierte Kunden als der Marktführer (Uber). China ist ein regulierter (geschlossener) Markt, der chinesische Unternehmen bevorzugt und ausländische Unternehmen durch politische Vorgaben (Anteil Elektro, Klimavorgaben) im harten Wettbewerb stehen.

Transformationsdauer: 50 Jahre Plan, Umsetzung > 5 Jahre gute Ausgangslage für Digitale Transformation.

 

Zusammenfassend wird die Digitale Transformation international unterschiedlich umgesetzt.

  • Im europäischen Raum wird technologisch gespart, kulturell der Status Quo bewahrt und politisch Investitionen eher verhindert und Veränderungen stark reguliert. Diese Blockade Politik muss sich schnell ändern.

Neue Arbeitsplätze werden nicht geschaffen, eine Alternative bei Arbeitsplatzverlust durch Maschinen (z.B. bedingungsloses Grundeinkommen) wird heftig diskutiert.

  • In USA sind die meisten höchstbewerteten Unternehmen Digital-Unternehmen, Sie werden mit Niedrigsteuern innovativ gehalten, die Bildungssysteme massiv angepasst und von Investoren massiv angefeuert.

Produktivität wird mit weltweitem Absatz und Produktion in Niedriglohnländern erreicht.

  • Asien hat eine Strategie, langfristig Technologie-Weltmarktführer zu werden. Gesellschaftlich wird es auf Wohlstand, kulturell protektionistisch umgesetzt.

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